> >  Sprungfunktionen  < <
Uebung Nr.60
Funktionsweise

Manche Steuerungsprobleme können sinnvoll nur mit Sprungfunktionen gelöst werden. Sprungfunktionen werden häufig bei Fallentscheidungen eingesetzt. So kann mit einer Sprungfunktion die Bearbeitung des Programms unterbrochen und an einer anderen Stelle weitergeführt werden.

Beispiel Sprungfunktionen
Anweisungsliste:
(n.b. nicht bearbeitet)


Sprungziel AWL Kommentar
  U E0.0 E0.0 = "0" E0.0 = "1"
  SPB M01 kein Sprung Sprung nach M01
  U E0.1 E 0.1 = "0" E 0.1 = "1"
  SPBN M02 Sprung nach M02 kein Sprung
  SPA M03 n.b. Sprung nach M03
       
M01: NOP weitere Befehle  
M02: NOP    
M03: NOP    
Uebung Nr.60

Die hier besprochenen Funktionen sind nur eine Auswahl von vielen möglichen Funktionen.

SPA Sprungziel
Springe unbedingt (a-absolut, immer) zum angegebenen Sprungziel

SPB Sprungziel
Springe nur (b-bedingt) bei VKE = "1" zum angegebenen Sprungziel

SPBN Sprungziel
Springe nur (b-bedingt) bei VKE="0" zum angegebenen Sprungziel


Anmerkungen:

Das Verknüpfungsergebnis VKE ist vor dem Sprung z.B. durch logische Verknüpfungen ermittelt worden. Die Sprungziele liegen immer im aktuellen Baustein und werden mit einer Sprungmarke (max. 4 stellig) angegeben. Wird eine Sprungbedingung nicht erfüllt, so wird das Programm mit dem nächsten Befehl fortgeführt. Es kann auch rückwärts gesprungen werden, es dürfen dabei aber keine Endlosschleifen entstehen
(->Zykluszeitüberschreitung).

Programmablaufplan
Sprungverzweigungen können auch in Flussdiagrammen dargestellt werden. Verzweigungen werden dabei durch Rauten dargestellt. Ist die Sprungbedingung erfüllt, springt das Programm zur angegebenen Sprungmarke, andernfalls wird das Programm mit dem nächstfolgenden Befehl fort gesetzt.